Kapitel 20:

Aufgebot der Volksheeres

1-9 Wenn du wider deine Feinde zum Kriege ausziehst und siehst Roß und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, so sollt du dich nicht vor ihnen fürchten; denn JHWH, dein GOTT, ist mit dir, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat. Und es soll geschehen, wenn ihr zum Streite heranrückt, so soll der Priester herzutreten und zu dem Volke reden und zu ihnen sprechen: Höre, Israel! ihr rückt heute zum Streite heran wider eure Feinde; euer Herz verzage nicht, fürchtet euch nicht und ängstigt euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen; denn JHWH, euer GOTT, ist es, der mit euch zieht, um für euch zu streiten mit euren Feinden, um euch zu retten. Und die Vorsteher sollen zu dem Volke reden und sprechen: Wer ist der Mann, der ein neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht hat? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann es einweihe. Und wer ist der Mann, der einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht benutzt hat? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann ihn benutze. Und wer ist der Mann der sich ein Weib verlobt und es noch nicht genommen hat? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann sie nehme. Und die Vorsteher sollen weiter zu dem Volke reden und sprechen: Wer ist der Mann, der sich fürchtet und verzagten Herzens ist? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit nicht das Herz seiner Brüder verzagt werde wie sein Herz. Und es soll geschehen, wenn die Vorsteher aufgehört haben, zu dem Volke zu reden, so sollen sie Heerobersten an die Spitze des Volkes stellen.

Krieg gegen Städte

10-18 Wenn du dich einer Stadt näherst, wider sie zu streiten, so sollst du ihr Frieden anbieten. Und es soll geschehen, wenn sie dir Frieden erwidert und dir auftut, so soll alles Volk, das sich darin befindet, dir fronpflichtig sein und dir dienen. Und wenn sie nicht Frieden mit dir macht, sondern Krieg mit dir führt, so sollst du sie belagern; und gibt JHWH, dein GOTT, sie in deine Hand, so schlage alle ihre Männlichen mit der Schärfe des Schwertes. Doch die Weiber und die Kinder, und das Vieh und alles was in der Stadt sein wird, alle ihre Beute, sollst du für dich rauben; und du sollst die Beute deiner Feinde essen, die JHWH, dein GOTT, dir gegeben hat. Also sollst du allen Städten tun, die sehr fern von dir sind, die nicht sind von den Städten dieser Nationen hier. Jedoch von den Städten dieser Völker, die JHWH, dein GOTT, dir als Erbteil gibt, sollst du nichts leben lassen was Odem hat; sondern du sollst sie gänzlich verbannen: die Hethiter und die Amoriter, die Kanaaniter und die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter, wie JHWH, dein GOTT, dir geboten hat; auf dass sie euch nicht lehren, zu tun nach allen ihren Greueln, die sie ihren Götzen getan haben, und ihr nicht sündigt wider JHWH, euren GOTT.

Schonung des Baumbestandes

19-20 Wenn du eine Stadt viele Tage belagern wirst, indem du Krieg wider sie führst, um sie einzunehmen, so sollst du ihre Bäume nicht verderben, indem du die Axt gegen sie schwingst, denn du kannst davon essen und sollst sie nicht abhauen; denn ist der Baum des Feldes ein Mensch, dass er vor dir in Belagerung kommen sollte? Nur die Bäume von denen du weißt, dass sie keine Bäume sind, von denen man ißt, die darfst du verderben und abhauen; und du magst Belagerungswerke davon bauen wider die Stadt, die Krieg mit dir führt, bis sie gefallen ist.

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