Kapitel 5:

Immer wieder wird gesagt was sie tun sollen

1-3 Höret dieses Wort, das ich über euch erhebe, ein Klagelied, Haus Israel! Sie ist gefallen, die Jungfrau Israel, sie wird nicht wieder aufstehen; sie liegt hingeworfen auf ihrem Lande, niemand richtet sie auf. Denn so spricht der HERR, JHWH: Die Stadt, die zu tausend auszieht, wird hundert übrigbehalten, und die zu hundert auszieht, wird zehn übrigbehalten für das Haus Israel.

4-9 Denn so sprich JHWH zum Hause Israel: Sucht mich und lebt. Und sucht nicht Bethel auf, und geht nicht nach Gilgal, und geht nicht hinüber nach Beerseba; denn Gilgal wird gewißlich weggeführt und Bethel zunichte werden. Sucht JHWH und lebt, damit er nicht in das Haus Josephs eindringe, wie ein Feuer und es verzehre, und für Bethel niemand da sei, der es lösche - sie verwandeln das Recht in Wermut und werfen die Gerechtigkeit zu Boden -; sucht den, der das Siebengestirn und den Orion gemacht hat, und den Todesschatten in Morgen verwandelt und den Tag zur Nacht verfinstert, der den Wassern des Meeres ruft und sie ausgießt über die Fläche der Erde: JHWH ist sein Name; der Verwüstung losbrechen läßt über den Starken, und Verwüstung kommt über die Feste.

10-13 Sie hassen den, der im Tore Recht spricht, und verabscheuen den, der Unsträflichkeit redet. Darum, weil ihr den Armen niedertretet und Getreidegaben von ihm nehmt, habt ihr Häuser von behauenen Steinen gebaut und werdet nicht darin wohnen, liebliche Weinberge gepflanzt und werdet deren Wein nicht trinken. Denn ich weiß, dass euer Übertretungen viele, und dass eure Sünden zahlreich sind; - sie bedrängen den Gerechten, nehmen Lösegeld und beugen das Recht des Dürftigen im Tore. Darum schweigt der Einsichtige in dieser Zeit, denn es ist eine böse Zeit.

14-15 Trachtet nach dem Guten und nicht nach dem Bösen, auf dass ihr lebt; und JHWH, der GOTT der Heerscharen, wird also mit euch sein, wie ihr sagt. Haßt das Böse und liebt das Gute, und richtet das Recht auf im Tore; vielleicht wird JHWH, der GOTT der Heerscharen, dem Überrest Josephs gnädig sein.

16-17 Darum spricht JHWH, der GOTT der Heerscharen, der HERR, also: Auf allen Plätzen Wehklage! und auf allen Gassen wird man sagen: Wehe, wehe! und man wird den Ackersmann zur Trauer rufen, und die des Klageliedes Kundigen zur Wehklage; und in allen Weinbergen wird Wehklage sein. Denn ich werde durch deine Mitte ziehen, spricht JHWH.

Über Opfer

18-27 Wehe denen, welche den Tag JHWHs herbeiwünschen! Wozu soll euch der Tag JHWHs sein? Er wird Finsternis sein und nicht Licht: wie wenn jemand vor dem Löwen flieht, und es begegnet ihm ein Bär; und er kommt nach Hause und stützt seine Hand an die Mauer, und es beißt ihn eine Schlange. Wird denn nicht der Tag JHWHs Finsternis sein und nicht Licht, und Dunkelheit und nicht Glanz? Ich hasse, ich verschmähe eure Feste, und eure Festversammlungen mag ich nicht riechen: denn wenn ihr mir Brandopfer und eure Speisopfer opfert, habe ich kein Wohlgefallen daran: und das Friedensopfer von eurem Mastvieh mag ich nicht ansehen. Tue den Lärm deiner Lieder von mir hinweg, und das Spiel deiner Harfen mag ich nicht hören. Aber das Recht wälze sich einher wie Wasser, und die Gerechtigkeit wie ein immerfließender Bach! Habt ihr mir vierzig Jahre in der Wüste Schlachtopfer und Speisopfer dargebracht, Haus Israel? Ja, ihr habt die Hütte eures Königs und das Gestell eurer Götzenopfer getragen, das Sternbild eures GOTTES, die ihr euch gemacht hattet. So werde ich euch jenseits Damaskus wegführen, spricht JHWH, GOTT der Heerscharen, ist sein Name.

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